Ausgehend von der Tatsache, dass Sport ein wirksames Mittel zur Integration und Gewaltprävention ist, hat das Bundesministerium des Innern und Bundesamt für Migration und Flüchtige (BAMF) die Einbeziehung von Ausländer und anderen Migrantengruppen in die Programmarbeit angeregt. Die sozialbenachteiligten Jugendlichen sollen auch nicht unberücksichtigt bleiben und in alle Bereiche dieses, seit 16 Jahren erfolgreich funktionierten Programms in Rheinland-Pfalz, einbezogen werden.
Dabei geht es zunächst nicht vordergründig um Integration, sondern um Kontakte, Akzeptanz, Kennenlernen, Abbau von Fremdenscheu und –feindlichkeit bei gemeinsamer sportlicher Tätigkeit. Die Hilfe für diese mühsame und anspruchsvolle Sozialarbeit wird von zahlreichen Vereinen in Anspruch genommen, mit denen das Programm regelmäßig zusammenarbeitet und die als sogenannte Stützpunktvereine bezeichnet werden.
Stützpunktvereine werden durch einen einmaligen Jahreszuschuss finanziell unterstützt und funktionieren als Programmmultiplikatoren vor Ort. Sie können eigenständig Sonderprojekte starten, die zur Kontaktaufnahme und Integration in die eigenen Vereinsreihen führen. Mittlerweile hat sich die Zahl der Stützpunktvereine in Rheinland-Pfalz bei ca. 20 Sportvereinen eingependelt.
Neue Vereine werden weiterhin gesucht und gerne in den Arbeitskreis aufgenommen.
Um die Kontaktaufnahme zu erleichtern, werden jährlich ca. 100 Sport- und Spielfeste mit dem beliebten Sportmobil bei Sportvereinen, Schulen und anderen Kooperationspartnern mitorganisiert. Dieses kostenlose Angebot soll von obengenannten Zielgruppen zur Information über Vereinsangebot und -struktur genutzt werden und für die Sportvereine zum Einstieg in die Integrationsarbeit führen.
Ziel der Arbeit ist es, durch Programmmaßnahmen in Zusammenarbeit mit Sportvereinen und anderen Kooperationspartnern, durch Integrationsmaßnahmen, Sonderprojekte und andere Aktivitäten Migranten und sozialbenachteiligte Jugendliche mit dem bundesdeutschen Sport, mit den Vereinsstrukturen und vor allem mit dem Freizeitsport in seinen vielfältigen Formen bekannt zu machen.
Die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Sportkreisen und unserem Programm kann sich in folgenden Bereichen ergeben:
- Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Sport- und Spielfesten, zu denen wir mit unserem vielfältig bestückten Sportmobil kommen.
- Praktische und finanzielle Hilfe bei der Durchführung von „Eintägigen Integrationsmaßnahmen“ mit Zielgruppen.
- Organisatorische und finanzielle Hilfe bei der Bildung von neuen Trainingsgruppen. Finanzielle Unterstützung von Übungsleitern bzw. Programmbeauftragten im Verein.
- Teilfinanzierung von Ferienfreizeiten und anderen mehrtägigen Integrationsmaßnahmen mit Migranten und Sozialbenachteiligten innerhalb von Deutschland. Wir bitten um frühzeitige Vorabsprache mit Regional- bzw. Landesbüro.
- Vereine, die sich verstärkt an der Durchsetzung der Programmziele beteiligen, haben die Möglichkeit, eine einmalige jährliche finanzielle Förderung zur Durchführung von integrativen Maßnahmen zu erhalten.
- Hilfe beim Gruppentransport zu diversen Sportveranstaltungen innerhalb Deutschlands. Es besteht die Möglichkeit, dafür einen Neunsitzer-Bus auszuleihen.
- Organisatorische und finanzielle Hilfe bei der Teilnahme an Ausbildungslehrgängen des Landessportbundes.
- Hilfe bei der Erarbeitung und Beantragung von Sonderprojekten und Konzeptionen, die zur Vernetzung der Betreuungsinstitutionen vor Ort führen und dadurch die örtliche Integration erleichtern und beschleunigen.
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